Mani Terzok 1980 in Berlin

 

Mani Terzok 1980 in Berlin nach seinem Bangkok-Trip

Entzug in Bangkok_Titelbild


Mani Terzok

Entzug in Bangkok

Ein Aussteiger sucht die Freiheit und landet in den Mühlen der Heroin-Sucht

130 Seiten, kartoniert

ISBN: 978-3-943304-10-7

Preis: 11,80 EUR

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»Es scheint, die Verantwortung für mein Leben kann ich niemandem geben; ich muss sie selbst tragen. Ich muss sie verteidigen, mehr noch, ich muss sie durch die Hölle tragen können. Und darf sie im Himmel nicht vergessen.«

Dies schreibt Mani Terzok, der die Freiheit sucht und dabei in den leidvollen Mühlen der Berliner Heroinszene landet.

1980 beschließt Mani, im buddhistischen Kloster Wat Tham Kraborg in Thailand zu entziehen. Die ganze harte Kur. Sein Kopf ist auf Erleuchtung gefasst; stattdessen erfährt er Tricks, Fallen und das gespannte Misstrauen der einheimischen Bevölkerung. Dem Kloster glücklich entronnen, findet er sich bald im großen Knast von Bangkok wieder …

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Interner Link in dieses FensterVorwort und Nachwort zur Neuauflage

Buchvorstellung und Lesung mit Musik

Am Freitag, 20.7.2012 gegen 16 Uhr im Lesezelt stellt Mani "Entzug in Bangkok" auf Deutschlands großem, ältesten traditionellen Hippie- und Pop-Festival vor. (Bereits am Donnerstag tritt er mit seiner Musik um 22 Uhr auf der Freakstage auf.) Festivals spielen in Manis Biografie eine gewisse Rolle und so beschreibt er u.a. seine Erfahrungen im Nachwort des Buches:

»Nach jenem Buddha- und Bangkok-Abenteuer mischte ich meine Körperchemie neu und "blieb drauf", auch im Milieu. Es ging nicht mehr zurück, ohne zu viele Kompromisse in Kopf und Herz.

Des Sommers fuhr ich regelmäßig auf Rainbow-Festivals. Das waren große, freie Zeltlager, locker organisiert, herrlich bewusst und bunt-spirituell. Mit manchmal 1000 schönen, freien Menschen, oft in unberührter Natur, ergaben sich zwischen zwei Neumonden die besten Urlaube seit eh.

Entstanden waren die Festivals aus den ersten Greenpeace-Treffen in den 80ern. Ein harmonisches Zusammenleben war möglich mit indianischen Bräuchen wie Talking-Stick, Rede-Circle, gemeinsamem Kochen. Autos waren von dem Gelände verbannt und es gab keine kommerziellen Verkaufsbuden: ein Leben ohne Geld und trotzdem oder deshalb läuft alles. Jeder hilft jedem. Sehr angehm für Sensible – ein Festival, geistig, still, hoch, ohne Gewalt, ohne flache Pöbeleien. 

Aber dazu gehört auch, dass etliche, die zum erstenmal kommen, meist nach zwei Tagen schon wieder weite Fahrten machen, um im nächsten Supermarkt ihre Erdbeerjoghurts zu shoppen. Oder sie erledigen ihr Geschäft nicht auf den "Shitpits", die sauber und umweltverträglich an den Waldrand gegraben sind, weil die ja keine Klospülung haben und gaffende Lüstlinge hinter den Bäumen lauern könnten. (Aber wer diese Huckel nicht in ein paar Tagen überwunden hat, kommt sowieso nicht wieder.) Nach jedem Circle-Essen geht ein Zauberhut herum, der "Klingelbeutel", der das Finanzielle regelt.

Für die geistige Nahrung sorgt viel Musik aus aller Welt, Kurse, Gespräche und jedesmal ein herrliches Vollmondfest. Und etliche angebliche Störungen erledigen sich durch verständigen Austausch.

Naturbezug macht stark. Abseits vom vorgekauten Cityleben gibt es diesen echten Stolz, frei zu sein zum Überleben ohne Konsumzwang. Allein schon diese "Illusion-Vision" für einen schönen Rainbow-Sommer lang funktionieren zu sehen, ist eine großartige Bestätigung von guten Hoffnungen. Davon kann man ein Jahr lang erzählen und zehren!

Jedenfalls finde ich die Rainbow-Gatherings sehr förderlich, harmonisch und sie haben mir bis heute zu überaus kreativen Schüben verholfen – vor allem im Ausprobieren ökologischen Überlebens und im Liedermachen. So trete ich heute noch auf Liedermacher-Festen wie auch dem großen Herzberg-Festival auf.«