Die Illustrationen im Buch stammen von der Ikonenmalerin Hermine Giani, Gattin des Autors.

Interner Link in dieses FensterGalerie der Bilder

 

 

Mithras opfert dem Urstier
Die Welt des Heiligen_Titelbild


 

Leo Maria Giani

Die Welt des Heiligen

Über die Wurzeln unserer Kultur

252 Seiten, kartoniert

ISBN: 978-3-935937-90-0

Preis: 16,80 EUR

Interner Link in dieses Fensterbestellen

 

 

Auf spannende und unterhaltsame Weise, dabei doch tief schürfend und fundiert, führt der Autor uns in die "Welt des Heiligen" ein. So stellen wir staunend fest, dass uralte religiöse Kulte die Basis unserer Kultur und Zivilisation bilden.

Dabei sind es immer die gleichen Themen, die Menschen zu allen Zeiten bewegt haben: die Fragen nach dem "richtigen" Leben und dem Geheimnis des Todes, nach Raum und Zeit, nach Kosmos und Chaos, nach Ursprung und Ziel. Zahllose Mythen, Bräuche und Riten entstanden, die alle um die zentralen Dramen des Menschenlebens kreisen und ihren Wiederhall auch in unserem heutigen, aufgeklärteren Geist finden.

Faszination und Bewunderung für die Schönheit und Erhabenheit der alten Kosmologien schimmern an vielen Stellen durch den Text, der nicht nur eine Fülle an Informationen zu bieten hat, sondern uns auch inspiriert und mit unserem eigenen religiösen Erleben verbindet.

Startet downloadInhaltsverzeichnis

Startet downloadVorwort

Startet downloadLesebeispiele

Interner Link in dieses FensterPressestimmen zum Buch

 


Glücksschweinchen

Wie wurde das Schwein zum "Glücksschweinchen"? Hier ein kleiner Buchauszug:

"Das typische Ackerbau-Opfer war das Schweineopfer. Das Schwein stand in enger Beziehung zur chthonischen Welt. Auf das Schweineopfer, das in vielen Fällen ein vormals übliches Jungfrauenopfer ersetzte, wurde der Reichtum der Ernten zurückgeführt. Beim – historisch älteren – Jungfrauenopfer sollte die noch nicht entäußerte Sexualität der Jungfrau für eine reiche Getreideernte nutzbar gemacht werden: Der Leib des geopferten Mädchens transfigurierte sich zum Schoß für die neue Saat. Vom Zusammenhang zwischen Jungfrauenopfer und Schweineopfer künden zahlreiche Mythen, die um das Mysterium von Opfertod und Fruchtbarkeit kreisen. Vor allem der eleusinische Mythos von Demeter, Kore und Persephone ist in dieser Hinsicht besonders aufschlussreich.

Der Gedanke vom Schwein als glückbringendem Opfer hat überlebt im Glücks- und Sparschwein. Der Reichtum an Naturalien wurde durch das Geld als Äquivalent ersetzt; daher die Münze, die das Glücksschwein im Maul hält. Nicht selten erinnert aber auch heute noch ein Kleeblatt im Maul des Schweines an den ursprünglichen Zusammenhang mit tellurischer Fruchtbarkeit. Das Sparschwein ist nach wie vor als ehemaliges Opfertier kenntlich, weil es zerschlagen werden muss, um an das Geld zu gelangen. Seine enge Beziehung zur Erde ist auch daran erkennbar, dass es traditionell aus Ton (später auch Porzellan) hergestellt wurde."